Atem-, Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene:

  • Atemtherapie
  • Stimmtherapie bei Stimmstörungen
  • Sprachstörungen
  • Sprechstörungen
  • Schluckstörungen

Insbesondere:

Aphasie, S-Fehler (Sigmatismus), Sprachentwicklungsstörung bei Kindern, Stottern jeden Alters, erhöhte Sprechstimmlage (Mutationsstimmstörung), Stimmstörung und Heiserkeit, Stimmtraining. Kindliche Unsicherheiten, Fragen zu Erziehung und Kindesentwicklung …

Bei Fragen: Rufen Sie sehr gerne durch. Wir rufen gerne zurück!

Verordnungen gemäß Heilmittelrichtlinien

Weitere Informationen auf heilmittelkatalog.de

Für die Verordnung von Heilmitteln (Sprachtherapie/Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie) gelten für gesetzlich Versicherte die Heilmittelrichtlinien, Privatrezepte sind unabhängig geregelt.
Hier nehme ich ausschließlich Bezug auf den Bereich Stimmtherapie, Sprechtherapie und Sprachtherapie, also das was geneimhin als Logopädie bezeichnet wird.

Nach den Heilmittelrichtlinien diagnostiziert eine Ärztin oder Arzt die Art einer Störung oder Beeinträchtigung und sgtellt eine Verordnung aus, hier ist es das Verordnungsmuster 14). Darin regelt sich:

  • die Art des Heilmittels (Stimm-, Sprech- oder Sprachtherapie)
  • die Diagnose und Leitsymptomatik
  • dem dafür vorgesehenen Indikationsschlüssel z.B. SP1 bei Sprachentwicklungsstörung oder ST2 bei einer funktionell bedingte Erkrankung der Stimme (mehr s. unten)
  • dem Behandlungsziel
  • der Anzahl der durchzuführenden Therapien
  • der Therapiedauer
  • der Therapiefrequenz pro Woche.

Die Stufenfolge beinhaltet zwei Arten von Verordnungen, wobei die Anzahl der verordneten Therapieeinheiten je nach Störungsbild bzw. Indikationsschlüssel festgelegt ist:

  • die Erstverordnung mit maximal 10 Therapieeinheiten und
  • die Folgeverordnung mit jeweils 10-20 Therapieeinheiten je nach Störungsbild bzw. Indikationsschlüssel.

Regelfall
Im weiteren Verlauf haben die Ärzte die Möglichkeit abhängig vom Störungsbild, weitere Folgeverordnungen auszustellen, bis die Gesamtverordnungsmenge im Regelfall erschöpft ist.

Verordnung außerhalb des Regelfalles
Wird die Gesamtverordnungsmenge im Regelfall überschritten, liegt eine Verordnung außerhalb des Regelfalles vor, welche ärztlich begründet werden muss.
Nach 12 Wochen behandlungsfreier Zeit, einer sogenannten Therapiepause tritt automatisch ein neuer Regelfall in Kraft:
Es steht ohne Genehmigungspflicht erneut (auch bei gleicher Indikation/Diagnose) wieder die Gesamtverordnungsmenge im Regelfall zur Verfügung.

Grundsätzlich gilt:

  • Die Verordnung muss auf dem Verordnungsvordruck Muster 14 erfolgen.
  • Die Therapie muss spätestens 14 Tage nach Ausstellen des Rezeptes beginnen.
  • Bei verspätetem Behandlungsbeginn oder längerer Therapieunterbrechung von mehr als 14 Tagen (Krankheit, Urlaub etc.) verliert das Rezept seine Gültigkeit.
  • Nach Behandlungspausen von mehr als 12 Wochen ist die Ausstellung einer neuen Erstverordnung als erneuter Regelfall möglich.
  • Insbesondere bei Verordnungen außerhalb des Regelfalles sind Ärztin oder Arzt angehalten, bei Bedarf weiterführende Diagnoseverfahren zu veranlassen.

Zuordnung von Indikationsschlüssel und Verordnungsmöglichkeit

EV: die maximale Verordnungsmenge auf der Erstverordnung
FV: maximale Verordnungsmenge auf der Folgeverordnung
max. VM: maximale gesamte Verordnungsmenge im Regelfall

Störungen der Stimme

  • Indikationsschlüssel ST1
    organisch bedingte Erkrankungen der Stimme
    EV: 10 ⇒ FV: 10 ⇒ max. VM: 20
  • Indikationsschlüssel ST2
    funktionell bedingte Erkrankungen der Stimme
    EV: 10 ⇒ FV: 10 ⇒ max. VM: 20
  • Indikationsschlüssel ST3
    psychogene Störungen der Stimme/Aphonie
    EV:5 ⇒ FV: 0 ⇒ max. VM: 5
  • Indikationsschlüssel ST4
    psychogene Störungen der Stimme/Dysphonie
    EV: 10 ⇒ FV: 10 ⇒ max. VM: 20

Störungen der Sprache

  • Indikationsschlüssel SP1
    Störungen der Sprache vor Abschluss der Sprachentwicklung
    EV: 10 ⇒ FV: 10 ⇒ max. VM: 60
  • Indikationsschlüssel SP2
    Störungen der auditiven Wahrnehmung
    EV: 10 ⇒ FV: 10 ⇒ max. VM: 20
  • Indikationsschlüssel SP3
    Störung der Artikulation
    EV: 10 ⇒ FV: 10 ⇒ max. VM: 30
  • Indikationsschlüssel SP4
    Störungen der Sprache bei hochgradiger Schwerhörigkeit oder Taubheit
    EV: 10 ⇒ FV: 10 ⇒ max. VM: 30
  • Indikationsschlüssel SP5
    Störungen der Sprache nach Abschluss der Sprachentwicklung Aphasie/Dysphasie
    EV: 10 ⇒ FV: 20 ⇒ max. VM: 60
  • Indikationsschlüssel SP6
    Störungen der Sprechmotorik
    EV: 10 ⇒ FV: 10 ⇒ max. VM: 60

Störungen des Redeflusses

  • Indikationsschlüssel RE1
    Stottern
    EV: 10 ⇒ FV: 10 ⇒ max. VM: 50
  • Indikationsschlüssel RE2
    Poltern
    EV: 10 ⇒ FV: 10 ⇒ max. VM: 20

Störungen der Stimm- und Sprechfunktion

  • Indikationsschlüssel SF
    Störungen der Stimm- und Sprechfunktion Rhinophonie
    EV: 10 ⇒ FV: 10 ⇒ max. VM: 20

Störungen des Schluckaktes

  • Indikationsschlüssel SC1
    krankhafte Störungen des Schluckaktes
    EV: 10 ⇒ FV: 10 ⇒ max. VM: 60
  • Indikationsschlüssel SC2
    Schädigungen im Kopf- und Halsbereich
    EV: 10 ⇒ FV: 10 ⇒ max. VM: 30